Deutscher Kinderschutzbund,
OV Recklinghausen e.V.
Wildermannstr. 51 - 53
45659 Recklinghausen

Tel.: 02361 / 10 94 94
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Jahresberichte

3.7. Spieltreff DKSB (XD-Treff)
Der Spieltreff / XD-Treff findet einmal in der Woche Donnerstags von 16:15-18:15 Uhr im Kinderschutzbund unter der Leitung von Marie-Christin Oneschkow statt.
Teilnehmerstruktur und Konzept:
Der xD-Treff ist ein offenes Angebot und somit kostenlos für freiwillige Teilnehmer. Es gibt keine festen, verpflichtenden zeitlichen Strukturen, die Kinder können folglich jederzeit kommen und gehen. Weiterhin ist der xD-Treff ein Angebot für Jungen und Mädchen gleichermaßen, was besonders für die Jungen im Hinblick auf das immer noch fehlende eigene Gruppenangebot sehr wichtig ist.
Es bestehen zwar keine festen Gruppenstrukturen, in der Regel nahmen jedoch bis zu 30 Kinder im Alter von 4 bis 15 das Angebot wahr. Auf Grund dessen und der daraus entstandenen Konflikte zwischen den einzelnen Altersklassen, wurde die Teilnahme am xD-Treff beschränkt, so dass es nun ein Angebot für Jungen und Mädchen bi 10 Jahre ist; die Teilnehmerzahl liegt nun bei 15 bis 20 Kindern. Für die älteren wurde ein Jugendtreff geschaffen, der an anderer Stelle näher erläutert wird. Bei den verbliebenen Teilnehmenden handelt es sich vorwiegend um Kinder aus der Wohnsiedlung der Blumenthalallee, viele mit türkischem, russischem, polnischen oder kurdischem Migrationshintergrund. Durch Erzählungen der Kinder in der Schule oder im Bekanntenkreis erweitert sich die Gruppe immer wieder.
Der xD-Treff besteht im Gegensatz zu anderen Gruppen des DKSB nicht aus strukturierten Programmvorgaben, sondern orientiert sich an den aktuellen Bedürfnissen der Kinder und ihnen die Möglichkeit geben, sich in den Räumen des Kinderschutzbundes frei zu bewegen und über Aktivitäten frei zu entscheiden. Es können in großen oder kleinen Gruppen Wii oder Gesellschaftsspiele gespielt werden, kreative Angebote stehen zur Verfügung oder es besteht die Möglichkeit sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen. Die Gruppenleitung übernimmt deshalb keine anleitende, sondern begleitende Rolle ein, steht bei Fragen zur Verfügung, koordiniert Spielabläufe und lässt den Kindern sonst innerhalb des Regelwerks der Gruppe freie Hand. Weiterhin werden mit den Kindern innerhalb des Gruppenangebots kleine Snacks zubereitet.
Problemlagen:
Nach der Trennung der verschiedenen Altersklassen bestehen die Probleme innerhalb des Spieltreffs weniger im Alters- und Geschlechterunterschied im Allgemeinen, sondern im Ausschluss Einzelner und oftmals wenig respektvollen Umgang miteinander. Hier gilt es durch gezielte Spielangebote und das Diskutieren der Gruppenregeln ein Gespür für das eigene Verhalten innerhalb einer Gruppe zu entwickeln.
Der Spieltreff soll den Kindern also einen festen Standort bieten, an dem sie sich in geschützter Atmosphäre frei betätigen, austauschen und neue Aktivitäten kennen lernen können.
Marie-Christin Oneschkow

3.8. Mädchengruppe
Die Mädchengruppe findet einmal wöchentlich Freitags von 15:00 bis 17:00 Uhr im Kinderschutzbund statt. (Aufgrund eines Besuchskontakts, der Momentan in den Räumen des DKSB stattfindet, ist die Gruppe zurzeit von 16:00 bis 18:00 Uhr.)
Teilnehmerstruktur: Die Mädchengruppe ist ein offenes Angebot, also kostenlos und freiwillig; trotzdem hat sich in den letzten Monaten eine großteilig feststehende Kerngruppe von 12 Mädchen entwickelt, die das Angebot regelmäßig nutzen. Durchschnittlich nehmen insgesamt 15 bis 20 Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahren an der Mädchengruppe teil. Dabei handelt es sich vorwiegend um Mädchen mit türkischem, kurdischem, russischem oder polnischem Migrationshintergrund, die nahezu alle in der Wohnsiedlung der Blumenthalallee wohnen. Durch Werbung der Mädchen in der Schule nimmt die Anzahl der Teilnehmer von Außerhalb zu.
Konzept und Ablauf:
Bestandteil des Angebots ist, dass zu Beginn der Gruppenstunde gemeinsam gekocht wird; dies geschieht unter großem Zuspruch der Mädchen. Beim folgenden gemeinsamen Essen werden Mahlzeit und Aktivität für die nächste Gruppenstunde gemeinsam festgelegt, sodass die Mädchen an der Gestaltung der Gruppe teilhaben. Des Weiteren haben sie so die Möglichkeit, sich in einer entspannten, jungenfreien Atmosphäre auszutauschen und dabei auch die Betreuerin in ihre Diskussion einzubeziehen. Bei der nachfolgenden Aktivität sind die Angebote sehr vielfältig und erstrecken sich über

- Kreativangebote (Basteln, Leinwände bemalen, Lipgloss herstellen etc.),

- sportliche Aktivitäten auch draußen (Tanzen, Ballspiele, Spielplatzbesuche etc.),

- Gesprächsrunden (Schulthemen, aktuelle Belange, Problemstellungen etc.),

- das Feiern von jahreszeitlichen Festen

Problemlagen: Spezifische Probleme der Mädchengruppe bestehen in der großen Gruppe und Altersspanne der Mädchen, weniger in verschiedenen Nationalitäten: Es müssen Angebote entwickelt werden, die allen gerecht werden, wobei der Umstand, dass sie an der Entscheidung über Aktivitäten beteiligt werden dies unterstützt. Die verschiedenen

Altersklassen der Mädchen führen oft zu Kleingruppenentwicklung innerhalb der Gruppe, die auch untereinander in Konflikte geraten oder einzelnen Mädchen den Zugang zur Gruppe erschweren. Mit dem gemeinsamen Kochen und gezielten Gruppenspielen soll dem entgegengewirkt werden. Hilfreich dabei sind die, von den Mädchen selbst formulierten Gruppenregeln, die eine Orientierungshilfe im respektvollen Umgang miteinander bieten.
Marie-Christin Oneschkow

3.9. Jungengruppe
Die Jungengruppe fand einmal in der Woche mittwochs von 16:00 bis 18:00 Uhr im Kinderschutzbund statt. Aufgrund einer fehlenden männlichen Betreuungsperson ist dies nun schon länger nicht mehr der Fall.
Am 26.03. 2013 fand deshalb von 10:00 bis 16:00 Uhr ein spezieller Jungentag statt, der jedoch lediglich von acht Jungen wahrgenommen wurde.
Die Jungen der Siedlung nehmen in großer Zahl an den Angeboten des Spieltreffs und des Jugendtreffs teil und fordern in regelmäßigen Abständen nach einer eigenen Gruppe für Jungen.
Es gilt weiterhin daran zu arbeiten einen geeigneten Betreuer für das Angebot einer Jungengruppe zu finden.
Marie-Christin Oneschkow

3.10. Jugendtreff
Der Jugendtreff findet seit dem 21.02.2013 immer donnerstags von 18:15 bis 20:15 Uhr in den Räumen des DKSB statt.
Nachdem die Stadt Recklinghausen ihren eigenen Jugendtreff mit eigenem Streetworker geschlossen hat, stehen viele Jugendliche in ihrer Freizeit nun sprichwörtlich auf der Straße. Die Lücke, die im Stadtteil dadurch entstanden ist, kann der Kinderschutzbund allein nicht schließen, trotzdem haben wir uns entschlossen, zumindest ein Mal wöchentlich den Jugendlichen einen Anlaufpunkt und Räumlichkeiten zu bieten.

Teilnehmerstruktur und Konzept:
Der Jugendtreff ist ein offenes Angebot für Jungen und Mädchen zwischen 10 und 16 Jahren. Aufgrund der im Absatz „Spieltreff“ beschriebenen stetig steigenden Kinderzahl im Spieltreff entstand der Entschluss, für die Jugendlichen ab 10 Jahren eine eigene Gruppe zu gründen, um ihren Bedürfnissen, die sich von denen der Jüngeren unterscheiden gerecht zu werden. Auch im Jugendtreff gibt es keine festen, verpflichtenden zeitlichen Strukturen.

Geplant ist, dass dieses Angebot demnächst in den Kellerräumen des DKSB stattfindet: Die nötigen Aufräum- und Renovierungsarbeiten finden zurzeit - unter Mithilfe der Jugendlichen selbst - statt, um dort einen für die Jugendlichen attraktiven Aufenthaltsraum zu schaffen. Dieser soll ihnen die Möglichkeit geben, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen und „abzuhängen“; anders als die oberen Räumlichkeiten des DKSB ist er nicht an den Spielbedürfnissen der Jüngeren orientiert und besitzt einen separaten Eingang, der von den Älteren sehr geschätzt wird, da er sie auch nach Außen sichtbar vom „Spieltreff“ abhebt und so ihren „Jugendstatus“ betont.

Auch hier bestehen (noch) keine festen Gruppenstrukturen, in der Regel nahmen jedoch 6-12 Jugendliche im Alter von 10 bis 16 das Angebot wahr. Es handelt sich vorwiegend um Jugendliche aus der Wohnsiedlung der Blumenthalallee, viele mit türkischem, russischem, polnischen oder kurdischem Migrationshintergrund. Das Angebot spricht sich mittlerweile immer mehr herum und auch andere Jugendliche interessieren sich dafür.

Analog zum Spieltreff gibt es kein strukturierendes Gruppenprogramm, sondern den Jugendlichen wird der Freiraum gelassen, sich eigenständig für Aktivitäten zu entscheiden; auch im Jugendtreff wird von den Teilnehmern eigenständig ein kleiner Snack zubereitet. Weiterhin wird wöchentlich die aktuelle Zeitschrift „Bravo“ zur Verfügung gestellt, nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch als Aufhänger für Diskussionsrunden zu aktuellen Themen. Dadurch gab es unter Anderem schon Gesprächsrunden zum Thema Sexualität und Verhütung.

Problemlagen:
Die Probleme der Jugendlichen orientieren sich gemäß ihrer Altersklasse meist an spezifischen Fragen der Pubertät, zum Beispiel zum Thema Sexualität und Liebe. Aber auch Zukunftsorientierung und Schulprobleme spielen eine wichtige Rolle. Hier schafft der Jugendtreff eine zunehmend offenere Atmosphäre als der Spieltreff, da hier Themen besprochen werden können, die für die Jüngeren nicht geeignet sind oder von ihnen noch nicht ernst genommen werden. Aber auch bei den Jugendlichen gibt es die Problematik des oftmals wenig respektvollen Umgangs untereinander, der durch Diskussionen verbessert werden soll.
Marie-Christin Oneschkow

3.11. Krabbelgruppe (Eltern-Kind-Gruppe)
Die Krabbelgruppe ist ein Angebot des Kinderschutzbundes für Kinder im Alter von null bis drei Jahren und findet donnerstags in der Zeit von 10:00 bis 11:30 Uhr statt. Die Krabbelgruppe wird von Petra Thum geleitet.
Die Krabbelgruppe besteht aus ca. 10 Müttern mit ihren Kindern. Auch in dieser Gruppe sind die Nationalitäten bunt gemischt.
In der Krabbelgruppe haben Kinder und Mütter gemeinsame Eindrücke, Erlebnisse und Erkenntnisse. Sie bekommen hier Anregungen für die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung ihrer Kinder.
Da die Kinder durch diese Gruppe mindestens einmal in der Woche mit gleichaltrigen Kindern zusammen sind, wird das soziale Verhalten gestärkt, die Kreativität und der Bewegungsdrang mit Musik und Gesang gefördert. Die Kinder sollen den Umgang mit verschiedenen Materialien durch eigenständiges Malen und Basteln kennen lernen. Motorische Übungen wie hüpfen, kriechen, klettern und balancieren sollen gestärkt werden. Sie lernen Gruppenregeln zu akzeptieren und sich in der Gruppe frei zu bewegen. Reime, Lieder, Spiele, Bücher und das sich verständigen in der Gruppe erweitern die sprachliche Kompetenz.
Petra Thum

3.12. Elterncafé
Das offene Elterncafé, welches immer freitags, zwischen 10:00 und 11:30 Uhr in Zusammenarbeit mit der katholischen Familienbildungsstätte Recklinghausen in den Räumen des DKSB Recklinghausen stattfindet besuchen derzeit durchschnittlich zehn Mütter.
Es sind Mütter mit sehr unterschiedlichem Hintergrund. So sind folgende Nationalitäten vertreten: deutsch, russisch, polnisch, koreanisch, türkisch. Alle Frauen haben einen Ehe- oder Lebenspartner an ihrer Seite, wobei uns ca. bei der Hälfte der Frauen konkret bekannt ist, dass die Partner einer geregelten Beschäftigung nachgehen. Das Alter der Frauen liegt zwischen 22 und 35 Jahren.
Die Kommunikation verläuft in der Regel gut, es gibt aber auch einige Teilnehmerinnen, die noch nicht sehr gut Deutsch sprechen und daher ein wenig Unterstützung der anderen Teilnehmerinnen bezüglich Übersetzungen nötig ist. Fast alle Frauen haben zwei Kinder. Die Kinder die mitgebracht werden sind bis zu zwei Jahren alt, oft besucht ein bereits älteres Kind die Kindertagesstätte.
Folgende Themen inklusive der Ausgabe von Infomaterial wurden in lockerer Runde innerhalb der letzten Monate besprochen:

- Trotzphase (inkl. Vortrag der Fam. Bildungsstätte)
- allgemeine Kindererziehung
- Schwangerschaftsdiabetes
- Ernährung
- Probleme auf Seiten der Mütter nach der Geburt, sowohl psychisch als auch körperlich
- Sauberkeitserziehung, wie bekomme ich mein Kind Trocken
- Wie gewöhne ich meinem Kind den Schnuller ab
- Infos über Sportangebote für Kinder in der näheren Umgebung (Turnen, Schwimmen, inkl. der Verteilung von Informationsmaterial zu Vereinen und Angeboten von der Familienbildungsstätte)

Interesse Seitens der Mütter wurde an folgenden Themen bzw. Veranstaltungen bekundet:

- 1 Hilfe-Hilfe-Kurs (bereits in Planung)

- Konkrete, fachliche Ernährungsberatung

Es gibt weder vorgegebenen Themen, noch beschränkt sich die Unterstützung allein auf den Erziehungsalltag. Die Menschen werden als Ganzes wahrgenommen und so können auch Probleme aus anderen Lebensbereichen besprochen werden.
Das Angebot ist bewusst niedrigschwellig und gebührenfrei angelegt.
Heike Daute